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IZK-Institut für durch Zecken übertragbare Krankheiten e.V.  
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Meldungen aus 2004

 

 
Krim-Kongo-Hämorrhagisches Fieber in der Türkei

Zwischen 1. Januar und 30. Juni 2006 wurden in der Türkei (in 22 Provinzen) 150 Fälle von Krim-Kongo-Hämorrhagischen Fieber diagnostiziert, einschließlich 11 Todesfälle. Die sechs nordöstlichen Provinzen im Kelkit-Tal sind am meisten betroffen. Diese Erkrankung ist nicht neu in der Türkei, aber im Ansteigen begriffen. (WHO-Regional-Office for Europe).

Der Erreger gehört zur Nairovirus-Gruppe der Bunyaviridae-Familie und wurde
schon 1944 identifiziert.
 
Überträger sind Zecken der Spezies Hyalomma. Das Virus zirkuliert in einem zoonotischen Kreislauf bei Wild- und Nutztieren. Menschen können sich durch Zeckenstich, aber auch durch direkten Kontakt mit Blut oder Gewebe von infizierten virämischen Tieren (Schlachthäuser, Veterinärmediziner, Bauern) infizieren. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich.

Klinik :
Inkubationszeit 3-12 Tage, anschließend eine flue-like-illness mit massiven Blutungen der Haut und Schleimhaut (Thrombocytopenie und Leukopenie) schon nach wenigen Tagen, es gibt eine Leber und Nierenbeteiligung. Die Letaltät beträgt zwischen 15-80 % durch Multiorganversagen und Schock. Es werden Therapieversuche mit Ribavirin gemacht, ein Impfstoff steht nicht zur Verfügung.
 
 
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