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Die Schildzecke Ixodes ricinus kommt
besonders häufig dort vor, wo neben entsprechenden
klimatischen Bedingungen wie hoher Luftfeuchtigkeit
und geeigneten Temperaturen die Hauptwirte (Kleinsäuger
wie Mäuse und Igel, Vögel, Reh- und Rotwild)
anzutreffen sind. Dies sind vor allem Waldränder
und Lichtungen mit hohen Gräsern, aber auch Laub-
und Mischwälder sowie Parkanlagen und Gärten,
die an ein Waldgebiet angrenzen. In Deutschland finden
wir Zecken von der Nord- und Ostseeküste bis in
1000 bis 1500 m Höhe in den Alpen.
Zecken sind in Abhängigkeit
von den Wetterverhältnissen von März bis Oktober,
besonders im Frühling bis Frühsommer und im
Herbst aktiv. Bei Temperaturen über 10° C ist Zeckenbefall
jedoch das ganze Jahr möglich, wobei sie in der
warmen Jahreszeit am Vormittag, am frühen Abend
und nachts besonders aktiv sind.
Zum Blutsaugen bereite Zecken sitzen
normalerweise reglos an der Spitze von Gräsern
oder anderen Pflanzen, maximal in einer Höhe bis
zu 1 m. Aufgrund bestimmter Signale wie z.B. Buttersäure
im Schweiß erkennen sie, dass ein Wirt in der Nähe
ist und werden aktiv. Dabei lassen sie sich nicht auf
den Wirt fallen, sondern müssen von ihm abgestreift
werden. Ein sehr kurzer Kontakt (Bruchteile von Sekunden)
genügt, dass die Zecke auf den Wirt gelangen kann.
Auf diesem sucht sie nach einem geeigneten Ort (warm,
feucht, gut durchblutet, mit dünnen Hautpartien),
um Blut zu saugen, was unter Umständen mehrere
Stunden dauern kann. Bevorzugte Einstichstellen beim
Menschen sind die behaarte Kopfhaut, Ohren, Hals-, Arm-
und Kniebeugen, Leistenregion sowie Hände und Füße.
Haben die Zecken einen geeigneten Ort zum Blutsaugen
gefunden, schneiden sie die Haut mit ihren Mundwerkzeugen
auf und verankern sich mit ihrem bezahnten Saugorgan
in der Haut. Dabei stechen die Zecken nicht in ein Blutgefäß,
sondern schaffen eine sogenannte Wundhöhle, die
Blut, Zellen und Gewebesaft enthält. Der Saugakt
dauert je nach Zeckenstadium 3-12 Tage. Dabei wird eine
große Menge Zeckenspeichel produziert, der eine betäubende
Wirkung besitzt, wodurch der Stich schmerzlos ist. 
Mit dem Zeckenspeichel, der während
des Saugaktes produziert wird, können Krankheitserreger
(Bakterien und Viren) von der Zecke auf den Wirt übertragen
werden und die Zecken ihrerseits Krankheitserreger vom
Wirt aufnehmen. 
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Adulte, die weibliche Zecken
der Gattung Ixodes können nach dem Saugakt das
100 – 200fache Ihres Körpergewichtes zulegen.
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Saugende
Zecke
auf der Haut |
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Unter den zahlreichen durch Zecken
übertragbaren Erkrankungen kommen der FSME (Frühsommermeningoenzephalitis
oder Hirnhautentzündung) und der Lyme-Borreliose
in Europa die größte Bedeutung zu, Dabei wird FSME
durch Viren verursacht, die Borreliose dagegen von Bakterien,
was von entscheidender Bedeutung hinsichtlich der Behandlung
und Verhütung dieser Erkrankungen ist. 
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